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ESELSBRÜCKEN

Eselsbrücken für Latein und Italienisch
Für Ärzte und Apotheker ist Latein nach wie vor unverzichtbar. Bereits im Kindesalter, hatte ich zwei Berufswünsche. Ich fühlte den Drang zu einem medizinischen Beruf und habe mich deshalb im Gymnasium
für Latein entschieden.
Der Flughafen und vor allem meine Babys - die Flugzeuge, haben letztendlich gewonnen und der Traum - Medizin zu
studieren, ist geplatzt. Aber was noch nicht ist, kann ja vielleicht noch werden. Obwohl es sehr kompliziert erscheint, hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht diese trockene Sprache zu lernen. Ich habe immer gedacht, dass Latein nur für Medizinstudium notwendig sei, aber mich wundert es wirklich heute noch, dass so viele Menschen sehr oft lateinische Begriffe verwenden. Jeder, der die deutsche Grammatik nicht so gut beherrscht, sollte meiner Meinung nach unbedingt lateinisch lernen. Ich fand es persönlich einfacher lateinisch zu lernen, als die deutsche Grammatik. Leider gibt es viele deutsche Schüler, die zwar gut deutsch sprechen, aber von der Grammatik, nichts wissen bzw. nichts wissen wollen. Sie wachsen mit der Muttersprache auf und lernen es eher vom hören, statt sich mit der Grammatik auseinander zu setzen. Erst nachdem ich mich mit Latein befasst habe, fiel mir die deutsche Grammatik nicht mehr so schwer wie früher und deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, um Euch die „mausetote Sprache“ mit quicklebendigen Eselsbrücken etwas schmackhafter zu machen.
Ich hoffe, dass ich mir die Mühe nicht umsonst gemacht habe und wünsche Euch ganz viel Spaß beim üben!
Bei cum und sine, pro und prae sagen viele Schüler: nee!
Daher, bevor es nun in medias res, die lateinische Grammatik, geht, einige heitere Sprüche...

Aqua - das Wasser
vinum - der Wein,
spira - die Brezel,
die tunkt man hinein.
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Es ging der Bauer agricola
mit seiner Frau, der femina,
über die Brücke pons
an die Quelle fons
und schnitt mit seinem culter-Messer
eine radix-Wurzel ab.
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Lepus - ein Has´,
sedebat - er saß
in via - auf der Straß´,
edebat - er aß
Quid - was?
Gramen - Gras!
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Os, oris ist der Mund.
Os, ossis frißt der Hund.
Vis "die Kraft" und vis "du willst"
sonderbar sich gleichen.
Was du vi vis, glaube mir,
wirst du auch erreichen!
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Eselsbrücken für Gesundheit und Schönheit

Alter deutscher Merkspruch, schon in der Wartburg bei Eisenach als Wandspruch auftgetaucht.
Bier auf Wein,
das laß sein!
Wein auf Bier,
das rat´ich dir!
Salbei
Gurgelst du mit Salbei -
Halsweh bald vorbei sei.
Jeder wird einmal die Erfahrung gemacht haben, daß seine Füße im Laufe des Tages anschwellen.
Daher sollte man neue Schuhe erst dann kaufen, wenn der Fuß seine "Betriebsgröße" erreicht hat.
Schuhkauf nie am Vormittag!
Dieser Merksatz erinnert daran, daß Gurkensaft eine bleichende Wirkung hat. Aber Vorsicht: Nicht jede Haut
verträgt diese Behandlung
Schon gehört, daß Gurkensaft
Sommersprossen glatt abschafft?
Durch die moderne medizinische Forschung ist längst erwiesen, daß Rotwein die Bildung von
Harnsäurekristallen fördert. Diese wiederum setzen sich in den Gelenken des menschlichen Körpers
ab und fördern die Gicht.
Spürst du das Zipperlein, die Gicht,
dann trink Rotwein lieber nicht.
Auch dieser Merksatz ist von der Wissenschaft längst bestätigt.
Fühlst du starkes Rheumaleiden,
laß die Milch mal lieber bleiben.
"Die Grammatik mißfiel mir..." (Goethe)
Wenn es um die Grammatik der Sprache Cäsars und Ciceros geht (oder wie unser Lateinlehrer zu sagen pflegte: Käsar und Kikero), dann greift auch ein faustischer Genius gerne auf Eselsbrücken zurück. So schreibt der uns allen bekannte Goethe in "Dichtung und Wahrheit": "Die Grammatik mißfiel mir, und wäre ich nicht der gereimte angehende Lateiner gewesen, so hätte es schlimm mit mir ausgesehen; doch diesen und jehnen trommelte und sang ich mir gerne vor." Noch heute greift jeder Schüler, den das Schicksal ereilt hat, Lateiner zu werden, gerne auf diese klassischen Merkverse zurück.
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Diese Eselsbrücke dient zum Behalten der vier Zahladverbien:
In die Semmel biß der Kater
einmal = semel (Semmel)
zweimal = bis (biß)
dreimal = ter (der)
viermal = quater (Kater)
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Diese Präpositionen verlangen immer den Ablativ.
A und ab und ex und de,
cum und sine, pro und prae.
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Nach si, nisi, ne, num,
quo, quanto, ubi, cum
fällt das ali um.
Ut und ne und quo und quin
nehmen Conjunctivum hin.
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Domo, domorum, domos -
gehen nach der zweiten bloß.
Gemeint ist hierbei die zweite Deklination, die o-Deklination.
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Der ist dumm,
der bei "sum"
setzt das Adverbium.
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Bei Städtenamen, wißt ihr schon, steht keine Präposition
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Acus, quercus, tribus, arcus,
artus, specus und auch lacus
setzen - denk mir ja daran -
-ubus stets als Endung an.
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Unus, solus, totus, ullus,
uter, alter, neuter, nullus,
alius, ipse fordern alle
-ius in dem zweiten Falle.
Doch im dritten enden sie
nur mit einem langen i.
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Febris, puppis, tussis, turris,
sitis, vis sowie im securis
bilden immer im und i,
em und e vermeiden sie.
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Panis, piscis, crinis, finis -
so ochst man weiter, bis man hin is`,
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Die Männer, Völker, Flüsse, Wind
und Monat´ Masculina sind;
die Frauen, Bäume, Städte, Land
als Feminina sind bekannt.
Was jedoch nicht Frau noch Mann,
das sieht man als ein Neutrum an.
Erläuterung:
Genusregel, allgemein
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